Kategorie: Bericht

  • Turnhalle steht Kopf

    Turnhalle steht Kopf

    Baach Alaaf mit selbstgemachtem Karneval

    „Gestern war hier schon Generalprobe, die lief wunderbar, das wird heute getoppt.“ So startete die erste Vorsitzende und Sitzungspräsidentin Uschi Krämer-Tanski die zweite Karnevalssitzung des Kirchenchors St. Cäcilia Neuhonrath.

    Traditionell wird in Neuhonrath die Turnhalle der Grundschule in einen Sitzungssaal verwandelt und Freitag und Samstag in ein karnevalistisches Tollhaus verwandelt.

    Den Auftakt der „hausgemachten Sitzung“ machte das Lohmarer Dreigestirn das in Begleitung der KAZI (Karnevalistenzirkel) Lohmar mit ihrem Funkencorps „Rut-Wiess“. „Wir können alles, aber ein Dreigestirn haben wir hier nicht, deshalb herzlich Willkommen“ begrüßte Virgilia Schmitz, die Uschi Krämer – Tanski auf der Bühne unterstützte, die gut gelaunten Tollitäten und das Gefolge.

    Als „Jugendgruppe des Chors“ angekündigt folgte ein Auftritt der „Baacher Leuchten“. Einer sechsköpfigen Gruppe, die optisch und tänzerisch den Wackelkontakt einer Lampe aus den Siebzigern perfekt inszenierte. Die erste Rakete war fällig, war doch die älteste Tänzerin gerade einundneunzig Jahre alt geworden und lag die Alterssumme bei rund 5oo Jahren.

    Schlag auf Schlag folgten die Auftritte von „De zwei Fründinnen“ die über Internetkaufsucht und „Turne bis zur Urne“ berichteten.

    Ein tänzerisches Highlight folgte mit den „Tanzflöhen aus Donrath“ die mit großer Synchronität und Akrobatik die Halle zum Toben brachten.

    Elf Chorsänger beeindruckten als „Cäcilia Krätzchenssänger“ und motivierten das Publikum zum Schunkeln und Mitsingen. Der a capella vielstimmig vorgetragene Hit „Stääne“ sorgte für den emotionalen Gänsehaut Moment der Sitzung. Ein krasser Kontrast folgte mit dem wilden Auftritt der Muppets, die die Bühne kaperten und ihre Show mit Koch, Kermit, Hühnern und Miss Piggy aufführten. Natürlich fehlten zur Freude des Publikums auch die beiden Mecker- Oldies Waldorf und Statler nicht. Als Gäste komplettierten Ernie und Bert die furiose Show.

    Mit den „Rheinlandsternen“ wurden den Jecken noch einmal feinste tänzerische Choreografie gezeigt, bevor Veronika Wude als „En Frau die jet zu sagen hät“ aus ihrem Leben als Friedhofsgärtnerin berichtete. Bewaffnet mit Schubkarre und Schüppe brachte sie die Halle mit Anekdoten und Tipps zum Lachen: „Wenn ihr mol ene verjrave möt, pflanzt jeschützte Blome dropp! So dorf do an dä Stell keiner mieh jrave!“.

    Nach so viel Wortgewalt war fetzige Musik angesagt, eine frisch formierte Gruppe des Blasorchesters Neuhonrath, „Quer Baach“ riss die Gäste von Bänken und Stühlen. Eine super gelungene Premiere für die Blasmusiker, Uschi Krämer- Tanski verabschiedete sich „bis nächstes Jahr“.

    Wortreiche Aufklärung über das Verhalten von Männern und den Einsatz von Schlafmitteln und deren glücklich machende Wirkung („ich han jedrömt et klingelt un der George Clooney steht vür de Dür“) vermittelten die „Powerfrauen vun de Baach“. Dem Vortrag der Powerfrauen Gille Stubenrauch und Uschi Krämer-Tanski folgte das Publikum, bevor mit den „Männern die Tanzen“ zwölf choreigene Tänzer die Bühne zu coolen Beats rockten. Mit einer letzten donnernden Rakete endete das Bühnenprogramm- aber nicht die Party.

    Die Band PARAT infizierte alle Gäste mit fetzigen und stimmungsvollen Karnevalstönen. Bis in den frühen Morgen stand die Halle Kopf.

    Am Sonntag beim Aufräumen waren sich alle Sängerinnen und Sänger einig: „Wir hatten ein phantastisches Publikum und: Das wird schwer zu toppen…wir müssen früh anfangen uns Gedanken zu machen.“

    Zumal die Sitzungen im nächsten Jahr noch eine Woche früher stattfinden, nämlich am 22. und 23. Januar 2027. Fans des Chorkarnevals sollten sich diese Daten vorsorglich notieren.

    Text: Uschi Krämer-Tanski
    Bilder: Marina Alke, Gabriele Janke und Sylvia Seifert-Schmitz

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